Land der verpassten Möglichkeiten

Dienstag, 20. Juni 2006

Bis dass der Tod Euch scheidet?

Abgelegt unter: AARP, Amerikanische Kultur, Straßenverkehr — Frank @ 11:32

Wohlbekannt ist der Fall George Russell Weller. Man schrieb das Jahr 2003 im sonnigen Santa Monica in Kalifornien. An einem Sommernachmittag bummeln viele Schaulustige über den populären Bauernmarkt. Herr Weller, im reifen Alter von 87 Jahren, in seinem Buick Le Sabre schießt mit über 100 km/h auf den Markt zu, stößt mit einem geparkten Auto zusammen, durchbricht die Absperrungen und rast in die Menschenmenge hinein. Augenzeugen berichten, dass Herr Weller keinerlei Regung zeigte und geradeaus starrte als Leiber über seine Windscheibe flogen, kein Bremslicht war zu sehen. Herr Weller selbst sagte, dass er Brems- und Gaspedal verwechselt hatte. Er fuhr mehr als 300 Meter durch die Menschenmenge und wurde nur durch einen Körper unter seinem Wagen gestoppt. Am Ende wurden zehn Menschen getötet und 63 verletzt. (weiterlesen…)

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Mittwoch, 14. Juni 2006

Fußballfieber!

Abgelegt unter: Amerikanische Kultur, Fußball — Frank @ 7:24

Wie auch hier schon berichtet, ist Amerika im Fußballfieber. Der Enthusiasmus kennt kaum Grenzen. Hier ist ein Beispiel der World-Cup-Berichterstattung einer New Yorker Tageszeitung.

World Cup in einer New Yorker Tageszeitung

Immerhin hat die Fußballweltmeisterschaft es auf die vorletzte Seite geschafft. Also was sind denn Beispiele von nichtpolitischen Themen die als wichtiger erachtet werden und mehr Platz und Prominenz bekommen?

  • Die Puerto-Ricanische Parade in New York.
  • Männer umarmen sich jetzt auch.
  • Eine neue Kinderpuppenvariante.
  • Britney Spears nennt ihren Gatten “Awesome”.
  • Jennifer Aniston und Vince Vaughn beobachten das Tennisspiel Nadal gegen Federer.
  • Große Handtaschen sind jetzt in Mode.
  • Körperliche Bewegung kann fliegende Hitze mindern.
  • Manche Leute sind abergläubisch im Büro.

Also dann: Goooooooooooooaaaaaal! Und falls das USA-Team keins schießt, wird’s auch niemand mitbekommen.

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Samstag, 3. Juni 2006

Buy American! Über Freiheits-Fritten und Mexikanische Autos.

Abgelegt unter: Amerikanische Kultur, Patriotismus — Frank @ 15:18

Mit “Sternen und Streifen” in Popkultur, in der Mode und auf den Straßen ist es kaum überraschend, Buy American T-Shirtdaß der Nationalismus (unter dem Mantel des Patriotismus) in den USA extrem stark ausgeprägt ist. Wohlbekannt sind der Mangel an Interesse an Dingen außerhalb der eigenen Grenzen (außer wenn man da mal jemanden “in die Steinzeit zurückbomben” kann) und die überentwickelte Selbstüberschätzung.

Eigentlich kauft ja auch der Amerikaner gerne Qualität zu guten Preisen ein (mit einer leichten Tendenz zu Quantität über Qualität). Da dies aber immer weniger amerikanische Produkte einschließt, heißt die Gegenreaktion “Buy American!” (nicht zu verwechseln mit “Kauft nicht beim Juden“). (weiterlesen…)

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