Presse(un)freiheit
Der Journalistenverband “Reporters Without Borders” hat seinen Pressefreiheitsindex 2006 veröffentlicht.
In diesem Jahr ist das selbsterkorene Land der Freiheit auf Platz 53 abgerutscht und erfreut sich somit solch auserlesener Freiheitsnachbarschaft wie Botswana, Kroatien, Tonga und Uruguay.
Der Bericht erläutert: “Die Beziehungen zwischen den Medien und der Bush-Regierung haben sich extrem verschlechtert seit der Präsident die nationale Sicherheit als Vorwand benutzt, jeden Journalisten, der den “War on Terrorism” kritisch betrachtet, als verdächtig einzustufen. Der Übereifer der Bundesgerichte, die sich im Gegensatz zu Landesgerichten in 33 Staaten weigern, das Recht der Medien, ihre Quelle zu schützen, anzuerkennen, bedroht sogar Journalisten, deren Nachforschungen überhaupt nichts mit Terrorismus zu tun haben.
Der selbständige Journalist und Blogger Josh Wolf wurde eingesperrt als er sich weigerte, seine Videoarchive auszuhändigen. Der der für Al-Jazeera arbeitende sudanesische Kameramann Sami al-Haj wird seit Juni 2002 ohne Gerichtsverhandlung im Gefängnis der US-Militärstation Guantanamo festgehalten. Der Fotograf Bilal Hussein der Associated Press wird von der US seit April diesen Jahres im Irak festgehalten.“
Na dann: Mal immer schön diese “Freiheit” weiterverbreiten!
Wieder mal hochinteressanter Bericht. Was bedeutet aber Platz 119 auf dem obigen Link für die USA?
Kommentar von masterkuki — Sonntag, 29. Oktober 2006 @ 4:29
Das sind US-Publikation im Ausland (könnte z.B. regionales Militär, Kulturaustausch, usw sein).
Eine andere Besonderheit der USA die oft separat geführt wird sind die “sonstigen” Gebiete die zu den USA gehören ohne Mitgliedsstaaten zu sein, also beschränkte Rechte haben. Beispiele wären die U.S. Virgin Islands, Puerto Rico, Guam, American Samoa, usw.
Kommentar von Frank — Freitag, 10. November 2006 @ 15:24