Land der verpassten Möglichkeiten

Montag, 12. Februar 2007

Bomben los!

Abgelegt unter: Amerikanischer Alltag, Bush, Politik — Frank @ 16:19

Wenn ein Kleinkind etwas anstellt und nicht zurechtgewiesen wird, sieht es sich in seiner Handlung bestätigt. Als nächster Schritt wird dann etwas weiter gegangen, um sorgfältig auszulotsen, wo die Grenzen liegen. Ohne Strafe wird das Kleinkind langsam Oberhand gewinnen.

Leider ist die gegenwärtige Außenpolitik der USA durch leichtfertigen Militäreinsatz, oft ohne Mandat und teilweise entgegen des Willens der UNO, gekennzeichnet. Vermehrt macht die USA dem Rest der Welt klar, dass sie sich als Alleinherrscher versteht und andere Interessen oder Meinungen nicht mehr berücksichtigt. Eine Eskalation der Weltkonflikte und eine zunehmend verschlechtende Sicherheitssituation sind die Folge.

Und so lernt das Kleinkind, dass es durch schlechtes Benehmen sein gegenwärtiges Ziel erreicht hat und keine Rüge bekam. Also kommt der nächste Streich.

Die USA hat gelernt, mit Bombeneinsatz ihre Ziele zu erreichen. Neuestes Anwendungsgebiet: ausländische Hacker. Das US-Verteidigungsministerium hat jetzt erklärt, dass es sich vorbehalte, bei Hacker-Angriffen auf wichtige Netzwerke die Ursprungsquellen auch zu bombardieren.

Ja sicher, vielleicht sollte sich die deutsche Regierung auch vorbehalten, Miami durch die Luftwaffe bombardieren zu lassen, falls dort irgendein Latino-Hacker versucht, sich in eine deutsche Bank zu hacken.

Klingt anders, wenn einem passieren kann, was man anderen antut, nicht wahr?

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