Land der verpassten Möglichkeiten

Sonntag, 21. Mai 2006

Die schizophrene Nation: Schusswaffen

Abgelegt unter: Amerikanische Kultur, Moral, NRA, Schusswaffen — Frank @ 15:53

Amerika in seiner unendlichen Weite und Diversität ist bekanntlich auch ein Land krasser Gegensätze. Gegensätze zwischen arm und reich, fortschrittlich und erzkonservativ, Riesenweiten und beengter Überfülltheit sind hinlänglich bekannt.

Schusswaffen sind ein anderes Thema, an dem sich die Geister scheiden. Bekanntlich ist das Recht zum Tragen von Schusswaffen gesetzlich im zweiten Zusatz zur Verfassung (”Second Amendment”) verankert. Dieses Recht, das aus den Zeiten von Überfällen und der Bürgerwehr als einzigem Militär stammt, ist im amerikanischen Selbstbewusstsein und -verständnis als Bestandteil der persönlichen Freiheit fest verankert.

Um diese Situation zu verstehen, muss man die besonderen geschichtlichen Umstände der amerikanischen GesetzgebungNational Rifle Organization (NRA) berücksichtigen. Die Grundsteine der amerikanischen Gesetze, einschließlich der Verfassung und deren wichtige Zusätze, wurden zu einer Zeit des Aufruhrs, der Erforschung und Eroberung gelegt. Zu jener Zeit war Selbstverteidigung in verschiedenen Formen natürlich eine Frage des Überlebens. Im Gegensatz zu den länger und dichter besiedelten europäischen Ländern hat sich diese Mentalität und Denkensweise bis in die Gegenwart fortgesetzt. (weiterlesen…)

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Freitag, 12. Mai 2006

Das Streben nach perfekter Zensur

Abgelegt unter: Amerikanische Kultur, Familie, Moral — Frank @ 12:15

Im Land der Freiheit, insbesondere der durch das “First Amendment” verfassungsmäßig garantierten Redefreiheit, ist es erstaunlich zu sehen, wieviel zensiert wird.

Da Menschen leider schwer kontrollierbar sind und George Orwells meisterhafte Visionen noch nicht ganz verwirklicht werden konnten, werden fast alle Radio- und Fernseh- Livesendungen in den USA mit einer Verzögerung von sieben Sekunden ausgestrahlt. Das gibt dann dem Zensor genügend Zeit, das zarte Gemüt des Zuschauers oder -hörers vor irreversiblem Schaden zu bewahren. Gott sei Dank gibt es die Federal Communications Commission und die weiß genau, wie empfindlich und unschuldig das amerikanische Gemüt ist und verhängt dann schon mal eine Strafe in Höhe von über einer halben Million Dollar für mutwillige Versuche, die moralischen Errungenschaften der letzten 40 Jahre zu zerstören. (weiterlesen…)

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Donnerstag, 4. Mai 2006

Massenhass im Namen der Familie

In Amerika wird sehr viel Missbrauch mit dem Prinzip der Familie getrieben. Insbesondere religiös-konservative Kreise benutzen den Begriff “Familie” als Euphemismus für ihre fortschrittsfeindliche Propaganda.

Ein Beispiel dafür ist die “American Family Association“, eine erzkonservative Organisation die früher “National Federation for Decency” (Nationalvereinigung für Anstand) hieß. Sie deklariert sich selbst als “Repräsentant traditioneller Familienwerte mit Fokus auf den Einfluß von TV und anderen Medien - einschließlich Pornographie - auf die Gesellschaft”. Was genau bedeutet denn das?

In Praxis ist die AFA eine Kreuzzugvereinigung, die mit Boykotts und Beschwerdebriefkampagnen AFA boykottiert sogar Disneyalles angreift, das ihr und ihrem Weltbild nicht passt. Sie strebt die Vernichtung von allem und jedem, das nicht ihrem engstirningen Weltbild entspricht, an und versucht, “Laster” zu kriminalisieren und damit jederman ihre eigenen religiösen Standards aufzuzwingen. Hier sind ein paar Beispiele: (weiterlesen…)

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Samstag, 29. April 2006

Christian Yoga?

Abgelegt unter: Amerikanische Kultur, Religion — Frank @ 19:45

Es ist ja wohl hinreichend bekannt (und kaum zu übersehen), daß Amerikaner die Welt mit etwas anderen Augen als der Rest der Erdbevölkerung sehen. Von regionalen Unterschieden mal abgesehen, kann das zeitweise recht skurrile oder sogar lächerliche Formen annehmen.

In guter Tradition von (in diesem Fall selbstgewählter) Isolation über längerer Zeit zu seltsamen Eigenheiten führend (persönliches Lieblingsbeispiel: irischer Riverdance), haben Amerikaner, inbesondere im mittleren Westen und großen Teilen des Südens, eine schräge Kombination aus religiösem Fanatismus und Fremdenfurcht entwickelt. Für den zu leicht gebildeten Amerikaner springt das dann sehr schnell als “Schutzmechanismus” gegen Unbekanntes oder Überforderndes an.

Ein neues Beispiel ist die typisch amerikanische Erfindung von “Christian Yoga” (christlichem Yoga). Christliches Yoga, ja was soll denn das? Nun, Du musst wissen, daß Yoga der direkte Weg in die Hölle ist! Die Bibel sagt nämlich so. Und Frau Willis auch. (weiterlesen…)

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