Amerika in seiner unendlichen Weite und Diversität ist bekanntlich auch ein Land krasser Gegensätze. Gegensätze zwischen arm und reich, fortschrittlich und erzkonservativ, Riesenweiten und beengter Überfülltheit sind hinlänglich bekannt.
Schusswaffen sind ein anderes Thema, an dem sich die Geister scheiden. Bekanntlich ist das Recht zum Tragen von Schusswaffen gesetzlich im zweiten Zusatz zur Verfassung (”Second Amendment”) verankert. Dieses Recht, das aus den Zeiten von Überfällen und der Bürgerwehr als einzigem Militär stammt, ist im amerikanischen Selbstbewusstsein und -verständnis als Bestandteil der persönlichen Freiheit fest verankert.
Um diese Situation zu verstehen, muss man die besonderen geschichtlichen Umstände der amerikanischen Gesetzgebung
berücksichtigen. Die Grundsteine der amerikanischen Gesetze, einschließlich der Verfassung und deren wichtige Zusätze, wurden zu einer Zeit des Aufruhrs, der Erforschung und Eroberung gelegt. Zu jener Zeit war Selbstverteidigung in verschiedenen Formen natürlich eine Frage des Überlebens. Im Gegensatz zu den länger und dichter besiedelten europäischen Ländern hat sich diese Mentalität und Denkensweise bis in die Gegenwart fortgesetzt. …(weiterlesen…)