Land der verpassten Möglichkeiten

Montag, 12. Januar 2009

Zeitgeist

Abgelegt unter: Allgemeines, Amerikanischer Alltag, Bush, Moral, Politik, Religion — Frank @ 14:01

Was verbindet Jesus und den aegyptischen Gott Horus? Was verbindet Hitler, Bush und Bin Laden? Was verbindet den Untergang der Lusitania, Pearl Harbor und 9/11? Und was hat das alles miteinander zu tun?

Hochinteressante Antworten im Film “Zeitgeist“. (Hier direkt ansehen oder hier legal herunterladen.)

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Montag, 14. April 2008

Der Countdown läuft!

Abgelegt unter: Bush, Politik — Frank @ 15:05

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Donnerstag, 14. Februar 2008

“Amerika foltert nicht!”

Abgelegt unter: Bush, Politik — Frank @ 13:39

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Oktober 2007: “Diese Regierung foltert nicht!”

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Februar 2008: “US-Regierung bekräftigt Vetopläne gegen Folterverbot

Lügen, Lügen, Lügen.

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Montag, 21. Januar 2008

Pieps

Abgelegt unter: Bush, Politik — Frank @ 17:29

Eine Maus macht “pieps”. Erschrocken vom Geräusch läuft die Maus schnell wieder in ihr Loch und versteckt sich.

So in etwa kommt einem die viel zu kurze Mutprobe Kanadas vor. Dass die USA Folter anwendet, ob in Guantanamo oder Afganistan, weiss man ja, auch wenn der Lügenbaron es abstreitet. (Aber wer glaubt dem sowieso noch.)

Kanada, in einem kurzen Anflug von Männlichkeit, hat die USA dann auch auf ihre Folterstaatenliste gesetzt. Erschrocken vom eigenen Mut hat man sich dann aber auch gleich ganz schnell wieder entschuldigt, und man werde die Liste gleich wieder revidieren. Und das ob wohl sogar ein kanadischer Staatsbürger in Folterhaft sitzt.

Schade.

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Samstag, 1. September 2007

Wertunterschiede

Abgelegt unter: Amerikanische Kultur, Exzerpte, Patriotismus, Politik — Frank @ 11:03

Frank Schätzing, ein in Deutschland bekannter und sehr erfolgreicher Romanautor, hat für seinen Politthriller “Lautlos” eine sehr einsichtsvolle Analyse der Unterschiede zwischen amerikanischen und europäischen Wertvorstellungen veröffentlicht. Da diese außerhalb Europas eher schwer zu bekommen ist, möchte ich sie hier ausschnittsweise wiedergeben:

“Grundsätzlich muss man die Unterschiede betrachten, die zwischen der europäischen und der amerikanischen Wertauffassung liegen. Das Europa von heute, speziell Mitteleuropa, ist trotz rechter und linker Auswüchse von ausgleichenden Kräften geprägt. Man neigt zur Verständigung. Alle großen Parteien fahren einen mehr oder weniger gemäßigten Kurs, selbst das Verhältnis zur Kirche stellt Versöhnlichkeit in den Vordergrund. Nach Jahrhunderten und Jahrtausenden, die geprägt waren vom Erbe alter und dem Erwachen neuer Kulturen, von ständigen Grenzverschiebungen, von der Durchmischung unterschiedlichster Volksstämme, von Kreuzzügen, Revolutionen und Weltkriegen, von Primitivität und Brutalität einerseits und enormen geistigen und ethischen Errungenschaften andererseits, sind wir (vorläufig) auf einem Stand der allgemeinen Harmonisierung angelangt. Nicht, weil wir so tolerant sind, sondern weil wir erkennen, dass Toleranz und Koexistenz Sachzwänge sind.

Demgegenüber blicken die USA auf eine wesentlich jüngere Geschichte zurück. Die Weltkriege haben hier nicht stattgefunden, eine abgeklärte Rückschau auf die eigene Geschichte ebenso wenig. Die hausgemachten Probleme der Gründerzeit dauern an. Die Rassenproblematik, die unrühmliche Geschichte der Indianerkriege, die Religionsfrage, all das. In Europa haben die kulturellen Entwicklungen gemächlich stattgefunden, in den Staaten sind die Menschen aus einer Zeit archaischer Moralvorstellungen und erzreligiöser Auffassungen, provinziellen Wildwestdenkens und gesellschaftlicher Primitivität in ein High-Tech-Universum katalputiert worden — und das innerhalb kürzester Zeit, in nur zwei Jahrhunderten.

Amerika hat seine Entwicklung zwar vollzogen, aber längst nicht verarbeitet. Es brodelt, als habe die Besiedelung gerade erst stattgefunden. Und es brodelt umso mehr, als die Amerikaner mit aller Macht versuchen, es anders darzustellen, weil sie so gern auf eine lange Geschichte zurückblicken würden, die sie nicht haben (darum auch das große Interesse Amerikas an europäischer Historie und Kultur). Die USA sind zerrissen zwischen extremen Auffassungen, die Geschichte der Vereinigten Staaten geprägt von moralischer und physischer Gewalt. Das amerikanische System krankt an seiner eigenen Diffusität. Innerhalb einer machtvollen Union, die sich als Symbol der Einigkeit versteht wie keine zweite in der Welt, stehen einander fünfzig Staaten im Wege, deren Identitätsverständnis zum Teil extrem differiert. Als Folge gehen weltumspannende Interessen und globale Allmacht der USA einher mit bauerndummer Ignoranz gegenüber allem, was hinter dem nächsten Maisfeld liegt. Nirgendwo sonst in der Welt sind die Widersprüche so groß. (weiterlesen…)

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Samstag, 25. August 2007

Kriegstreiber am Werk

Abgelegt unter: Bush, Patriotismus, Politik — Frank @ 19:22

Kriegstreiberei in den USA, angefacht von den bekannten Elementen, hat ihr Sprachrohr in Fox News. Als Rechtskonservativer, sogenannter “Nachrichtenkanal” dient er als Instrument, und genauso wie er lügenspeiender Antreiber für den Irak-Krieg war, hetzt er jetzt gegen den Iran auf. Im Westen nichts Neues.

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Dienstag, 29. Mai 2007

Ein Auge auf Medienzensur

Abgelegt unter: Allgemeines, Amerikanischer Alltag, Bush, Politik — Frank @ 14:51

Eine Medienforschungsgruppe der Sonoma State University mit dem Namen “Project Censored” beschäftigt sich damit, Medienberichte zu erfassen, die von sozialer Brisanz und Bedeutung sind, aber aus unerklärten Gründen in den US-Medien verschwiegen wurden. Sie verfasst jährlich eine “Top 25″-Liste der bedeutendsten, aber zensierten Berichte.

Hier sind ein paar Ausschnitte aus der Liste des Jahres 2007:

2. Halliburton des Verkaufs von Nukleartechnologie an den Iran bezichtigt

Halliburton, die Firma des White-House-Fadenziehers Cheney, hat eine lange Tradition, US-Handelsembargos zu brechen. In den 90er Jahren, als Cheney Firmenchefs des Konzerns war, hat Halliburton trotz Investitionsverbots umfangreiche Handelsbeziehungen mit dem Iran aufgebaut. Halliburton hat auch bis mindestens 2005 Nukleartechnologie an den Iran verkauft, mit der Urananreicherung möglich wird. Das ist dieselbe Technologie, die die US-Regierung mit dem selbigen Cheney dem Iran verbieten will und als Kriegsvorwand darstellt. Falls es wirklich eine Invasion des Irans geben wird, sind Halliburton und Cheney eine der Hauptursachen.

4. Hunger und Obdachlosigkeit nehmen in den USA zu

Wie schon in diesem Blog erläutert, nehmen Hunger und Obdachlosigkeit in den USA stark zu, während die selbigen von der Regierung totgeschwiegen werden, durch statistische Tricks aus Berichten verschwinden, und Ausgaben für deren Bekämpfung zugunsten von Kriegsausgaben gestrichen werden.

7. US-Vertreter haben Gefangene in Afganistan und Irak zu Tode gefoltert

Im Oktober 2005 hat die American Civil Liberties Union (ACLU) 44 Obduktionsberichte von Gefangenen, die in Afganistan und Irak in US-Gewahrsam gestorben sind, veröffentlicht. In 21 Fällen wurde Tötung durch Foltereinwirkung befunden, in den anderen Fällen wurde hauptsächlich Herzversagen als Todesursache benannt. Jenes hatte zumeist extrem hohen Stress als Ursache.

12. Pentagon gibt neue Landminen in Auftrag

Landminen - verantwortlich für Tod und Verstümmelung unzähliger Kinder - werden weltweit geächtet und fast alle Länder der Welt unterstützen ein Verbot von Landminen. Der damalige Präsident Bill Clinton hat 1996 eine weltweites Abkommen zur Abschaffung von Landminen angestrebt. Im Jahre 2004, unter George W. Bush, hat sich die USA entschlossen, nicht die Ottawa-Konvention für die Abschaffung von Landminen zu ratifizieren und hat seitdem 390 Millionen Dollar für neue Landminen veranschlagt.

14. Heimatschutzministerium beauftragt Halliburton-Tochter mit dem Bau von Internierungslagern

Das Heimatschutzministerium hat der Halliburton-Tochter KBR einen 385-Millionen-Dollar-Auftrag zum Bau von Internierungslagern (früher wohl Konzentrationslager genannt) innerhalb der USA erteilt.

18. Physiker widerlegt offizielle Version der Ereignisse vom 11. September

Steven E. Jones, Physikprofessor der Brigham-Young-Universität und Metallexperte, veröffentlichte eine Analyse, in der er darstellte, dass die offizielle Version des Einsturzes des World Trade Centers und benachbarter Gebäude durch die Flugzeugkollisionen physikalisch unmöglich sei. Er legt eine Reihe von Indizien dar, die mit Feuer und Hitze als Einsturzursache unvereinbar sind und nur durch gezielte Explosionen an den Hauptsäulen erwirkt werden können. Zusammen mit einer Akademikergruppe mit dem Namen “Scholars for 9/11 Truth” (Akademiker für Wahrheit über 9/11), einer Vereinigung von mehr als 50 Akademikern und Experten, einschließlich des früheren Direktors des US-”Star Wars”-Verteidigungsprogramms, bezichtigt er die US-Regierung einer massiven Vertuschung und ruft nach einer internationalen Untersuchung der Ereignisse.

24. Dick Cheneys persönliche Halliburton-Anteile dramatisch durch US-Außenpolitik im Wert gestiegen

Halliburton, mit ehemaligem Konzernchef Dick Cheney, und deren Töchterfirmen wurden als Hauptnutznießer der gegenwärtigen US-Politik schon mehrfach erwähnt. Dick Cheney, als Fadenzieher jener Politik, profitiert auch am meisten davon. Cheney bezieht noch immer etwa $200.000 Gehalt pro Jahr von Halliburton und besitzt 433.333 Anteilsoptionen. Sein Gesamtvermögen, hauptsächlich von Halliburton, wird auf etwa 94 Millionen Dollar beziffert.

Manche jener Berichte sind sicherlich unvollständig oder einseitig. Aber alle haben politische und/oder soziale Brisanz und Erklärungsbedarf. Dann stellt sich die Frage, wie in einem Land, dass sich seiner Freiheiten rühmt und andere Länder mit Hochmut und Arroganz behandelt, kritische Fragen nicht das Licht des Tages erblicken. Das sind auch keine Einzelfälle; diese Listen werden Jahr für Jahr erstellt. Listen vergangener Jahre, sowie Quellenangaben, können im o.g. Bericht gefunden werden.

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Montag, 12. Februar 2007

Bomben los!

Abgelegt unter: Amerikanischer Alltag, Bush, Politik — Frank @ 16:19

Wenn ein Kleinkind etwas anstellt und nicht zurechtgewiesen wird, sieht es sich in seiner Handlung bestätigt. Als nächster Schritt wird dann etwas weiter gegangen, um sorgfältig auszulotsen, wo die Grenzen liegen. Ohne Strafe wird das Kleinkind langsam Oberhand gewinnen.

Leider ist die gegenwärtige Außenpolitik der USA durch leichtfertigen Militäreinsatz, oft ohne Mandat und teilweise entgegen des Willens der UNO, gekennzeichnet. Vermehrt macht die USA dem Rest der Welt klar, dass sie sich als Alleinherrscher versteht und andere Interessen oder Meinungen nicht mehr berücksichtigt. Eine Eskalation der Weltkonflikte und eine zunehmend verschlechtende Sicherheitssituation sind die Folge.

Und so lernt das Kleinkind, dass es durch schlechtes Benehmen sein gegenwärtiges Ziel erreicht hat und keine Rüge bekam. Also kommt der nächste Streich.

Die USA hat gelernt, mit Bombeneinsatz ihre Ziele zu erreichen. Neuestes Anwendungsgebiet: ausländische Hacker. Das US-Verteidigungsministerium hat jetzt erklärt, dass es sich vorbehalte, bei Hacker-Angriffen auf wichtige Netzwerke die Ursprungsquellen auch zu bombardieren.

Ja sicher, vielleicht sollte sich die deutsche Regierung auch vorbehalten, Miami durch die Luftwaffe bombardieren zu lassen, falls dort irgendein Latino-Hacker versucht, sich in eine deutsche Bank zu hacken.

Klingt anders, wenn einem passieren kann, was man anderen antut, nicht wahr?

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Mittwoch, 24. Januar 2007

Rechte, die man verlieren kann ohne sie zu haben

Abgelegt unter: Bush, Politik — Frank @ 20:11

Der heimliche aber gründliche Abbau amerikanischer Bürgerrechte durch die Bush-Regierung geht weiter. Neueste Methode: Schildbürgerlogik.

Die amerikanische Verfassung soll angeblich - Schildbürgerso verstehen es die Amerikaner - eine Reihe von Bürgerrechten verankern, auf deren Grundlage sie sich dann als Land der Freiheit, großartigste Demokratie, usw. verstehen. Zum Beispiel ist gut dokumentiert, dass Verhaftungen strenge Auflagen haben, welche dann durch Militärgefängnisse im Ausland umgangen werden. Die amerikanische Verfassung sagt dazu: “Der Anspruch eines Verhafteten auf Ausstellung eines richterlichen Vorführungsbefehls darf nicht suspendiert werden, es sei denn, dass die öffentliche Sicherheit dies im Falle eines Aufstandes oder einer Invasion erforderlich macht.” (Artikel I, Abschnitt 9).

Die Bush-Regierung, in diesem Fall durch den Mund des Justizministers Alberto Gonzales, findet auch dieses seit über 200 Jahren geheiligtes Recht nicht bindend. Herr Gonzales sagt dazu, dass die Verfassung nur explizit sagt, dass dieses Recht nicht weggenommen werden darf, aber die Verfassung sagt nicht ganz genau, dass irgendjemand dieses Recht überhaupt hat. (weiterlesen…)

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Samstag, 11. November 2006

Rückblick

Abgelegt unter: Bush, Politik — Frank @ 9:14

“Ich kann Ihnen heute nicht sagen, ob der Einsatz von Militärgewalt im Irak fünf Tage dauern wird oder fünf Wochen oder fünf Monate, aber länger als das wird es mit Sicherheit nicht sein.”

Donald Rumsfeld am 14. November 2002 im Interview mit Steve Croft von Infinity CBS Radio.

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